Wandern am Holterberg
Bertine Kleinjan
Erstellt von Bertine Kleinjan
2 min
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Den Holterberg gibt es schon seit der Eiszeit. Aus dem Norden wandernde Gletschermassen schoben den Boden wie Bulldozer vor sich her. Der höchste Punkt liegt 60 Meter über dem Meeresspiegel. Kein Kilimandscharo, aber ein heftiger Aufstieg, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Steigung 5,3 % beträgt.

Oben auf dem Berg

Man wandert an steilen Hängen entlang über die Ausläufer von Eisrandlagen. Mit unglaublich schöner Aussicht. Dunkle Nadelwälder wechseln sich mit frischem Laubgehölz und ausgedehnten Heideflächen ab. Wenn Sie Glück haben, entdecken Sie das seltene Birkhuhn. Im Frühjahr legen sich die Männchen – als wüssten sie, dass ihr Überleben in Gefahr ist – mächtig ins Zeug, um die Hennen zu beeindrucken. Schauen Sie sich am Rietslenk gut um: Der Abhang dieses Tals ist voller uralter und (inzwischen auch) seltener Wacholderbüsche. Die Beeren waren um 1600 für Destillate an Bord der VOC-Schiffe unverzichtbar.

Ausflug nach Kanada

Inmitten all dieser Naturgewalt befindet man sich plötzlich in Kanada. Dank eines Geschenks des niederländischen Staates ist der kanadische Friedhof mit fast 1.400 Kriegsgräbern offiziell kanadisches Territorium. Innehalten ist unvermeidlich. Betreten schlucken auch. Die meisten der Jungs waren 19, 20 Jahre alt, als sie weit weg von zu Hause für die Befreiung der Niederlande starben.

Routen

Für kühne Wanderer gibt es eine schöne Tagestour mit etwa 14 km Länge. Oder bewandern Sie die 11. Etappe des Pieterpad (16 km), die in Hellendoorn beginnt und am Bahnhof von Holten endet. Es gibt auch eine zweitägige Route von Nijverdal oder Holten nach Olst. Ist das zu ehrgeizig? Dann wählen Sie doch eine der vielen kürzeren Strecken. Oder eine längere. Allesamt sind sie gleich schön. Die meisten starten auf dem Holterberg, wo es auch Parkplätze gibt.

Tipp:

An einer der Flanken des Holterbergs erwartet Sie der sogenannte Swarte Ruijter: eine reetgedeckte Villa mit herrlichen Caféterrassen im Freien, außergewöhnlichen Weinen und den typisch niederländischen Bitterballen. Im Winter geht’s ins nahegelegene Woody‘s. Komplett mit Tierhäuten und knisterndem Kamin.

Bertine Kleinjan
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